In Italien – dem Land, dem wir die herrliche Kunstform Oper verdanken – wird immer noch Musik komponiert, welche die Tradition von Monteverdi ausgehend über Belcanto und Verismo in natürlicher Weise bis heute ins 21. Jahrhundert führt. Ohne sich in die Sackgasse der Atonalität verführen zu lassen! Man muss sich nur auf die Suche nach diesen Juwelen begeben. Der vielleicht bedeutendste zeitgenössische Komponist ist Marco Tutino.
Marco Tutino ist 1954 in Milano geboren. Er komponiert seit den frühesten 90er Jahren hauptsächlich für Musiktheater. Die Auswahl der literarischen Vorlagen und der Librettisten ist immer hochkarätig (wie bei seinen berühmtesten Vorgängern). Gleichzeitig war / ist er tätig als wichtiger Musikmanager / Opernintendant in Italien. Bis heute sind jene Operntheater, die er leitete, wie das Teatro Regio in Torino und das Teatro Comunale di Bologna, Institutionen auf herausragender künstlerischer Basis und Ansehen. Zur Zeit ist er Intendant des Teatro Verdi in Pisa.
Marco Tutino. Quelle: www.marcotutino.it (SF Opera 2015)
Ich bin nur zufällig auf Marco Tutino gestossen, während der Corona-Pandemie, als man sehr viel Zeit für Video-Streams hatte. Es wurde „La Ciociara“ (für mich Tutinos ergreifendstes Meisterwerk) gezeigt und ich war völlig aufgelöst in einem Vulkanausbruch aus Emotionen, Bewegung und Begeisterung. So erging es mir damals vor Jahrzehnten, als ich erstmals die Meisterwerke von Verdi und Puccini hörte und hinterher stundenlang durch die nächtliche Stadt spazieren musste, weil ich noch völlig unter Strom stand.
Und Marco Tutino hat so vieles gemeinsam mit den großen italienischen Meistern, ohne sie zu kopieren. Er hat seine originäre musikalische Sprache und er ist Verist und ich glaube, er steht dazu. Das zeigt bereits seine sehr frühe Oper „La Lupa“, komponiert für das Mascagni-Jubiläum (1990) in Livorno, nach einer Erzählung von Giovanni Verga (dem Autor der literarischen Vorlage für Cavalleria rusticana).
Nach dem „La Ciociara“-Erlebnis habe ich über Marco Tutino recherchiert und war völlig fassungslos, wie ich jahrzehntelang an diesem vielfältigen Schaffen vorbeileben konnte. Dabei sind seine Werke keine Eintagsfliegen. Seine Opern sind mehrmals von verschiedenen Theatern und Festivals wiederaufgenommen und interpretiert worden. Das heutige Star-Theater und die „Super“-Stars sind scheinbar nie aufmerksam geworden. Zudem habe ich aus dem Film- und Bildmaterial den Eindruck, dass Tutino ein bescheidener Mensch ist. Eigene Opern unter seiner Intendanz auf einen Spielplan zu setzen, fand er wahrscheinlich nicht angemessen. Auch „Stories“ aus seinem Privatleben habe ich nicht gefunden.
Die Uraufführung der Oper „Senso“ (zu einem Libretto von Giuseppe di Leva) fand 2011 in Palermo statt. Ein Anlass dafür war das 150-jährige Jubiläum der Unità d’Italia (Risorgimento).
Die literarische Vorlage stammt aus einer Novelle aus 1883 von Camillo Boito. Es geht um die leidenschaftliche, obsessive Liebe der Contessa Livia Serpieri zu dem österreichischen Offizier Tenente Hans Büchner, der sie jedoch betrügt und demütigt. In ihrer emotionalen Abhängigkeit bringt er sie dazu, ihm ihr Vermögen zu überlassen, mit dem er die österreichischen Feldärzte besticht, um sich aus Gesundheitsgründen seinen militärischen Verpflichtungen zu entziehen. Als die Demütigungen immer weiter eskalieren, verrät Livia seinen Betrug an das österreichische Militär. Nach seiner Exekution bleibt Livia mit den Gefühlen von Triumph und Trauer zurück. Der Feigheit und Hinterlist von Büchner wird in der Oper die heroische Figur des Marchese Roberto Donà gegenübergestellt.
Senso ruht also auf zwei dramaturgischen / musikalischen Säulen. Einerseits den leidenschaftlichen, menschlichen Emotionen (von veristischer Qualität) und andererseits den historisch-heroischen Aspekten in Verdi’schem Stil (mit Szenen, die Variationen der italienischen Nationalhymne oder dem Volkslied Malìa von Tosti enthalten). Diese Musik erinnert zwar unausweichlich an die Operntitanen vergangener Zeiten, die geniale musikalische Originalität von Marco Tutino steht jedoch darüber.
Senso / Teatro Massimo di Palermo, mit Nicola Beller Carbone (Livia) und Brandon Jovanovich (Hans). © Studio Camera / Franco Lannino
Von der Aufführung in Palermo existiert auf Youtube ein Mitschnitt. Eine Aufnahme auf CD ist scheinbar hoffnungslos vergriffen.
Die Uraufführung der Kammeroper „The Servant“ fand 2008 in Macerata statt. Literarische Vorlage ist eine Erzählung von Robin Maugham (1948).
Es ist ein erotisch hoch aufgeladenes Kammerspiel um Macht und Unterwerfung zwischen Herrn und Diener im England der Nachkriegszeit. Ein eher schwacher Mann (Tony, der Herr) steht einem toxischen, destruktiven Mann (Barrett, der Diener) gegenüber. Die Schwäche des Herren spiegelt sich darin, dass er gemäß Konventionen ohne Diener nicht auskommt, unfähig zu respektvoller Autorität ist und zudem gemäß Konventionen mit einer überlegenen Frau (Sally) nicht zurechtkommt. Beide Männer kompensieren ihre Unzulänglichkeiten in sexueller Unterdrückung des Mädchens Vera.
Aufgrund der englischen Sprache fühlt man subjektiv ein wenig von Benjamin Britten, dennoch ist Tutinos Originalität unüberhörbar. Dieses anspruchsvolle Stück in kammermusikalischem Rahmen ist im Internet in zwei Versionen verfügbar.
Auch die Oper „Falscher Verrat“ ist grundsätzlich ein Kammerspiel, jedoch eingebettet in einen umfassenderen Rahmen, dem Kieler Matrosenaufstand 1918 – jenem Ereignis, das dem Ende des Deutschen Kaiserreichs vorging. Der Aufstand richtete sich gegen den Befehl zu einer letzten aussichtslosen Schlacht gegen die überlegene britische Seemacht.
Fünf Personen verwickeln sich in einem Netz aus Betrug und Verrat. Rufus, der Kommandant der Flotte, verrät die Mannschaft, indem er sie in einen völlig aussichtslosen Kampf schicken will, lediglich motiviert aus der Ehre des Kaiserreichs. Seine Tochter Elsa ist mit dem Kapitän Arno verheiratet, der sich gegen diesen Befehl stellen will. Arno seinerseits wird aber vom Heizer Gabriel verraten und der Anstiftung zur Meuterei bezichtigt, aus Eifersucht und Kränkung heraus, weil Arno sich mit der Hure Lola eingelassen hat, in welche Gabriel verliebt ist. Das ist wahrlich ein komplexes Netz aus Ruchlosigkeit und falschen Werten und lediglich die Hure Lola erscheint darüber erhaben und verkörpert eine menschliche Moral.
In italienischer Sprache wurde diese Oper ein paar Jahre später in Sassari (Italien) erstaufgeführt.
Kiel 2018, Falscher Verrat (links), mit Agnieszka Hauzer (Lola), M. Müller Kasztelen (Gabriel) und T. Takada (Arno). © Theater Kiel / Olaf Struck
Sassari 2024, Falso tradimento (rechts), mit Valentina Mastrangelo (Lola), Dario di Vetri (Gabriel), Giorgio Caoduro (Arno). © Elisa Casula
The Summit of Tutino’s Compositions:
La Ciociara / Teatro Lirico di Cagliari (links), mit Anna Caterina Antonacci (Cesira), Lavinia Bini (Rosetta), Aquiles Machado (Michele). © Priamo Tolu / Teatro Lirico di Cagliari
La Ciociara / Wexford Opera Festival (rechts), mit Na’ama Goldman (Cesira), Jade Phénix (Rosetta), Devid Cecconi (Giovanni). © Clive Barda
Eine völlig neue Thematik begegnet uns mit der Oper „Vita“. Die todkranke Gelehrte Victoria Bearing (seit ihrer Kindheit genannt Vita) liefert sich in der Hoffnung auf Leben einer selbstgefälligen und ignoranten Gesellschaft von Medizinern aus, die sich ihre eigene Unzulänglichkeit gegenüber Krankheit und Tod nicht eingestehen. Sie erhoffen sich mit einem gewagten therapeutischen Versuch Anerkennung in ihrem wissenschaftlichen Umfeld und Vita willigt zunächst dazu ein. Vita stärkt ihre Hoffnung durch das, was ihr Leben und ihren Beruf ausmachte – durch die Kunst, vor allem die Poesie des John Donne (England, 16./17. Jahrhundert), der ihr imaginiert auf der Bühne in ihrem Leidensweg beisteht. Sie entzieht sich jedoch schließlich dem Leid mit jener Stärke, die sie aus ihrer Welt des John Donne schöpft. Wieder ein ergreifendes Werk, in Milano (2003) uraufgeführt, von dem ein Stream aus Szeged verfügbar ist.
Die (bisher) einzige Komische Oper von Marco Tutino „Miseria e Nobiltà“ wurde 2018 in Genova uraufgeführt. Keineswegs jedoch ist diese Bezeichnung als Klamauk-Oper a la Rossini zu verstehen. Schon dem Titel entsprechend enthält sie sozialkritische Themen und elegische Liebesszenen, präsentiert mit einem heiteren Augenzwinkern und einem Happy End. Und der Tradition heiterer italienischer Opern entsprechend weist sie eine komplizierte Handlung auf, so dass ich diese gerne hier vorstellen würde (aus Wikipedia):
Erster Akt
Neapel, Juni 1946, in den Tagen des Referendums über Monarchie oder Republik. Felice, ein ehemaliger Lehrer, der seine Stelle verloren hat, nachdem er die Mitgliedschaft im Fascio abgelehnt hatte, lebt mit seinem Sohn Peppiniello in einer Erdgeschosswohnung und versucht, sich als Schreiber über Wasser zu halten. Er erhält Besuch von Gemma, der Primaballerina des Teatro di San Carlo, und ihrem Verlobten Eugenio, dem Sohn des Prinzen Ottavio di Casador (ehemaliger Schüler von Felice).
Die beiden Verliebten bitten ihn um Hilfe. Don Gaetano, Gemmas Vater, hat Eugenios Vater zum Abendessen eingeladen. Doch dieser, obwohl er insgeheim in Gemma selbst verliebt ist, will die Hochzeit seines Sohnes mit einer Tänzerin nicht zulassen. Das verzweifelte Paar fleht Felice an, ihnen zu helfen, indem er sich als Prinz von Casador ausgibt und sich bereit erklärt, Don Gaetano zum Abendessen zu treffen.
Nach einer entschiedenen Ablehnung lässt sich Felice von einem üppigen Spaghetti-Essen überzeugen, das Gemma ihm für alle Bewohner des Erdgeschosses nach Hause liefern lässt.
Unterdessen trifft Peppiniello, der von seinem Vater beauftragt wurde, einen Mantel zu verpfänden, auf der Straße Bettina, die Zofe von Don Gaetano. Bettina ist seine Mutter, doch Peppiniello kann sich nicht an sie erinnern und ist überzeugt, dass seine Mutter nach Amerika ausgewandert ist.
Zweiter Akt
Nach einem Streit mit seinem Vater hat Peppiniello dank Bettina eine Stelle als Küchenjunge gefunden. Felice, in der Rolle des Ottavio, kommt zum Abendessen und trifft auf Don Gaetano, wobei er versucht, den Prinzen von Casador so gut wie möglich zu verkörpern. Eine zufällige Begegnung mit Bettina droht die Inszenierung zu ruinieren.
Die beiden, einst Mann und Frau, haben sich nach einem Seitensprung von Bettina getrennt, den sie ausgerechnet mit dem Prinzen von Casador begangen hatte. Aus diesem Grund erlaubt Felice ihr nicht, ihren Sohn zu sehen.
Dank der Bitten von Gemma und Eugenio wird das Theaterstück fortgesetzt, jedoch sofort durch das Eintreffen des echten Prinzen Ottavio di Casador unterbrochen, der die Pläne seines Sohnes aufgedeckt hat. Gaetano, der zunächst verwirrt ist, versteht nicht, welcher der beiden der echte Prinz ist.
Das Rätsel löst sich leicht, als im Radio der Sieg der Republik beim Referendum verkündet wird und Felice sich den Jubel nicht verkneifen kann.
Angesichts der Hochmütigkeit des Prinzen, der zugibt, Bettina durch die Lüge, ihr einen Job für Felice zu versprechen, ausgenutzt zu haben, und der Bettina und Gemma als Frauen betrachtet, mit denen man sich unverbindlich vergnügen kann, explodiert Don Gaetano. Da es ihm nun nicht mehr um Ottavios Zustimmung geht, segnet er die Hochzeit von Eugenio mit seiner Tochter Gemma.
Felice vergibt Bettina. Die beiden kommen mit ihrem Sohn Peppiniello wieder zusammen, während das Volk auf den Straßen von Neapel die Geburt der italienischen Republik feiert.
Miseria e Nobiltà, Genova 2018, mit Alessandro Luongo (Felice), Valentina Mastrangelo (Bettina), Fabrizio Paesano (Eugenio), Martina Belli (from danzaeffebi.com – Francesca Bernabini / Marcello Orselli – fotografo di scena)
„La Lupa“ basiert auf einer typisch sizilianischen Geschichte von Giovanni Verga mit tragischem Ende. La Lupa ist eine unkonventionelle Dorfschönheit, die jenen Mann leidenschaftlich begehrt und verführt, den sie mit ihrer Tochter verheiratet hat. Ich habe davon einen Stream aus 1998 gefunden.
Die Oper „Le Braci“ ist wahrscheinlich noch als CD erhältlich (Label Dynamic), zum Beispiele über den Online Shop JPC:
https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/le-braci/hnum/2897247
Was ich hier vorstelle, ist nur ein sehr kleiner Teil von Marco Tutinos Opernschaffen. Sehr gerne würde ich weiteren Opernliebhabern mit meinem Blog eine Tür zu dieser fantastischen Welt öffnen.
Menschen / Komponisten wie Marco Tutino haben mich zur Oper gebracht. Ich hätte mein Leben ohne Oper verbringen müssen, wenn ich meine ersten Schritte in eine Oper von Berg oder Cerha gesetzt hätte. Will man mehr Menschen für Oper begeistern, so muss man sie zu Komponisten, wie Tutino, bringen. Es ist nicht altmodisch oder rückständig, seine Musik zu genießen. Er fasst die Gefühle, die Menschen bewegen, in Musik und macht uns durch deren Schönheit zu empfindsameren Menschen.
Mille grazie, caro Maestro!
Ich jedenfalls möchte so bald wie möglich das Teatro Verdi di Pisa besuchen – die derzeitige Arbeitsstätte des großen Komponisten.
Teatro Verdi di Pisa (Photo aus terredipisa.it)
Marco Tutinos Sängerinnen und Sänger
Anna Caterina Antonacci (©Maria-Noëlle Robert; Interpretin Vita und Cesira)
Laura Cherici (Photo aus bach-cantatas.com; Interpretin in Vite immaginarie, La Lupa)
Valentina Mastrangelo (Photo aus teatrodipisa.it; Interpretin Bettina, Lola)
Roberto Scandiuzzi (Photo aus alchetron.com; Interpret Henrik, von Bock)
Alfonso Antoniozzi (Photo aus emiliaromagnanews24; Interpret Barrett, Konrad, Don Gaetano)
Giuseppina Piunti (©Patrizia M. Burr; Interpretin Sally)
Links zu Opern von Marco Tutino, teilweise auch auf seiner Website zu finden. Leider werden die Aufnahmen auf Youtube sehr oft durch lästige Werbeeinschaltungen unterbrochen, so dass man oft nach alternativen Möglichkeiten suchen muss.
La Ciociara (Cagliari 2017) with Giuseppe Finzi (conductor), Anna Caterina Antonacci (Cesira), Lavinia Bini (Rosetta), Aquiles Machado (Michele), Sebastian Catana (Giovanni), Roberto Scandiuzzi (Fedor von Bock).
https://www.youtube.com/watch?v=MftEy2Af96I
La Ciociara (Wexford 2023) with Francesco Cilluffo (conductor), Na’ama Goldman (Cesira), Jade Phoenix (Rosetta), Leonardo Caimi (Michele), Devid Cecconi (Giovanni), Alexander Kiechle (Fedor von Bock).
https://www.youtube.com/watch?v=6repDORJvYk
Senso (Palermo 2011) with Pinchas Steinberg (conductor), Nicola Beller Carbone, Brandon Jovanovich, Dalibor Jenis.
https://www.youtube.com/watch?v=LKqulNghsm0
The Servant (Macerata 2008) with Guillaume Tourniaire (conductor), Alfonso Antoniozzi (Barrett), Mark Milhofer (Tony), Giuseppina Piunti (Sally), Ruth Rosique (Vera).
https://www.youtube.com/watch?v=439x8WBPKhU
The Servant (Lugo 2011) with Francesco Cilluffo (conductor), Alexej Bogdanchikov (Barrett), Peter Furlong (Tony), Giuseppina Piunti (Sally), Camille Dereux (Vera).
https://www.youtube.com/watch?v=IHiQgR4Y5uo
Miseria e Nobiltà (Genova 2018) with Francesco Cilluffo (conductor), Alessandro Luongo (Felice), Martina Belli (Gemma), Fabrizio Paesano (Eugenio), Alfonso Antoniozzi (Don Gaetano), Andrea Concetti (Ottavio di Casador), Francesca Sartorato (Peppiniello), Valentina Mastrangelo (Bettina).
https://www.youtube.com/watch?v=VT1AGO7LNRw
Vita (Szeged 2009) with Olivier von Dohnanyi (conductor), Zuzana Dunajcanová (Vita), Zuzana Marková (Susan), Marc Haffner (Posner), Chad Armstrong (John Donne).
https://www.youtube.com/watch?v=1tS24abURhI
Falscher Verrat (Kiel 2018) with Lars Peter (conductor), Michael Müller-Kasztelen (Gabriel), Tomohiro Takada (Arno), Agnieszka Hauzer (Lola), Tatia Jibladze (Elsa), Jörg Sabrowski (Rufus).
https://www.youtube.com/watch?v=2MEs4D85KTM
Falso Tradimento (Sassari 2024) with Beatrice Venezi (conductor), Valentina Mastrangelo (Lola), Dario di Vetri (Gabriel), Giorgio Caoduro (Arno), Anna Pennisi (Elsa), Tiziano Rosati (Rufus).
https://www.youtube.com/watch?v=K5j-J333fH0
La Lupa (Palermo 1998) with Donato Renzetti (conductor), Adele Gossi (La Lupa), Manrico Tedeschi (Nanni), Donatella Lombardi (Mara), Alberto Mastromarino (Maresciallo), Iorio Zennaro (Nicola).